Book Overview

Description
Want to be my Player 2? RomCom meets Gaming
Heidi Dawson ist Perfektionistin durch und durch. Gerade hat sie die Synchronrolle in der Serie zum Online-Game Legions of Purgatory ergattert, nun taucht sie voll ein in die Welt des Gaming. Um in ihrer Rolle zu glänzen, kontaktiert sie Serenity. Diese ist die bekannteste E-Sportlerin des Spiels und begeistert unter dem Namen "Bunny" ihre Fans. Als Heidi sie kennenlernt, ist sie sofort fasziniert, aber auch überrascht von ihren eigenen Gefühlen für die unnahbare Gamerin. Und dann setzt ein gefährlicher Konkurrent auch noch alles daran, ihre Beziehung zu sabotieren ...
Eine humorvolle Romance mit RomCom-Vibes zwischen einer Schauspielerin und einer E-Sportlerin. Grumpy meets Sunshine at its best!
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My Review
Besonders gut hat mir gefallen, wie die Hauptdarstellerinnen als komplexe Charaktere dargestellt wurden, die unter dem Druck gesellschaftlicher Erwartungen stehen. Die Beziehung wirkte auf mich sehr glaubhaft, und auch die Ängste und Unsicherheiten, ob die jeweils andere vielleicht nicht die gleichen Wünsche hat, wurden authentisch vermittelt. Der Schreibstil und der Humor haben mir ebenfalls sehr gut gefallen. Was mich enttäuscht hat, basierte allerdings auf meinen persönlichen Erwartungen. Ich hatte irgendwie gehofft, dass ein Buch auf Deutsch von einer deutschen Autorin auch in Deutschland spielt. Insgesamt habe ich das Buch gerne gelesen und mitgefiebert. Wenn Teresa Sporrer ein weiteres sapphic Romance Buch schreibt, werde ich es auf jeden Fall lesen.
Highlights & Quotes
(21)Für alle, die schon hören mussten, dass sie nicht genügen: Ihr seid gut genug.
Besagte Ex-Freundin ist meistens blond, trägt gerne Kleider und hochhackige Schuhe. Sie ist das krasse Gegenteil der weiblichen Hauptperson. Sie verkörpert den absolute male gaze in einer Geschichte, die sich eigentlich an junge Frauen richtet.
Die Posts, die ich über unsere »Liebe« auf Social-Media verfasst hatte, die spontan wirken sollten, mich aber Stunden meines Lebens in puncto Recherche für Zitate und Wortauswahl gekostet hatten. Unsere »Beziehung« war immer nur Schein gewesen. Sie bedeutete nichts.
fahren. »Sie ist eine Ikone in der queeren Community«, erklärte mir Charlotte. »Frag sie, welche Produkte sie für ihre Haarpflege verwendet. Ich habe noch nie so gepflegtes silbernes Haar gesehen.«
»Fragile Männeregos zu zerstören, hält mich jung. Wer braucht schon noch Jungfernblut?«
Wir beide hassten es, wenn sich jemand Sorgen um uns machte. Wir wollten niemandem zur Last fallen, besonders nicht denjenigen, die uns am meisten am Herzen lagen. Deshalb ignorierte er meine Frage. »Wie geht es dir, Serenity?«
»Und wie schön, dass Charlotte mit dir darüber geredet hat. Ich wusste nicht, dass sie sich vor dir geoutet hat.« Ich setzte mein zuckersüßes Lächeln ein. »Ich bin ihre Freundin, Julian. Ich mag Charlotte, so wie sie ist. Mir ist es egal, dass sie eine Transfrau ist. Deshalb kann ich deinen Wutausbruch nachvollziehen. Ich will nicht wissen, was der Typ für eine transphobe Scheiße gesagt hat, dass du die Kontrolle verloren hast.«
Die »beste« Con meines Lebens startete mit einem zweistündigen Frage-und-Antwort-Panel, auf dem mich so ein schmieriger Kerl fragte, ob ich plante, auch auf OnlyFans Content zu machen.
Ich glaubte nicht an Liebe auf den ersten Blick. Liebe war etwas, das Zeit brauchte, um heranzuwachsen – oder zu verdorren. Ich wusste schließlich nicht, ob Heidi in ihrer Freizeit mit einem Burner-Account ihre Kolleginnen in ein schlechtes Licht rückte oder offen gegen queere Menschen hetzte. Vielleicht hasste sie Katzen!
Mal davon abgesehen, dass Statisfyer so viel befriedigender als Vibratoren waren.
»Dann nehme ich etwas Bitteres – passend zu meinem Charakter – und du etwas Süßes, das deiner sanften Art entspricht.« Kaum hatte ich den Gedanken zu Ende geführt, erstarrte ich innerlich. Zum Glück hatte ich das nur gedacht. Laut ausgesprochen, hätte es sich so unfassbar kitschig angehört, dass ich mich wohl am liebsten vor den nächsten vorbeirasenden Transporter geworfen hätte – in der Hoffnung, in einer Welt voller schleimiger Monster geisekait zu werden. Dort würde ich dann ewig über meine katastrophalen Anmachsprüche nachdenken müssen: Meine Wiedergeburt in einer Welt, in der ich endlich lerne, vor Frauen nicht das totale Desaster zu sein. Ein leises Kichern riss mich aus meinen selbstironischen Grübeleien. Ich sah zu Heidi, die mich mit großen Augen anstarrte, während sich auf ihren Wangen ein sanftes, rosiges Leuchten ausbreitete. Oh. Oh. Mir wurde eiskalt. Ich hatte es laut gesagt. Jedes einzelne Wort. Mein innerer Panikknopf wurde hysterisch immer und immer wieder betätigt. Vielleicht sollte ich durchs Fenster springen? Oder mich unter dem Tisch verstecken?
»Man könnte mit ihnen wie ein Victoria’s Secret Engel herumlaufen.« Nicht dran denken, Bunny. Nicht dran denken
Natürlich erwog Livia in ihrer Beziehung den nächsten Schritt zu gehen – und noch ein paar weitere: Wohnung, Heirat, gemeinsame E-Book-Bibliothek.
Ich wollte wissen, warum es hier Würfel mit 20 Seiten gab und warum man manche Comicbücher scheinbar verkehrt herum las.
»Ich habe schon seit Fallout 76 geschworen, nie wieder auf deine Ratschläge zu hören.«
Unsere Blicke trafen sich und hielten einander für einen endlosen Moment fest. Mein Herz flirrte und ich war mir sicher, dass mir meine Gefühle ins Gesicht geschrieben standen.
»Puh. Wo fange ich da nur an?«, überspielte ich den Schmerz in meinem Brustkorb, der sich mit jedem Schlag meines Herzens ausbreitete. »Am Anfang war das Nichts, bis es irgendwann zum Urknall kam und –« Devon heulte auf. »Doch nicht das.« »Du hast gesagt, dass ich dir alles erzählen soll. Du musst eben konkreter sein.«
»Ich meine, ja, an Männern hatte ich auch selten Interesse, aber eigentlich nie an Frauen. Steh ich jetzt auf Frauen? Bin ich jetzt lesbisch? Oder eher bi? Pansexuell? Ich weiß es nicht. Ich habe immer angenommen, dass ich mit 25 Jahren so etwas längst über mich wissen sollte.« »Das ist nicht wichtig«, winkte Charlotte ab. »Labels können einem helfen, zu beschreiben, was und wie man sich fühlt, doch wenn keines auf dich zutrifft oder du dich unwohl fühlst, brauchst du sie nicht. Du stehst auf Serenity. Gut. Erobere deine Frau oder lass dich erobern. Das ist wichtiger. Vielleicht wird es irgendwann für dich klarer – und wenn nicht, dann ist das so.« Als ich blinzelte, brannten Tränen in meinen Augen. »Danke schön. Ich … Ich weiß nicht, was ich sagen soll.« »Gar nichts«, sagte Charlotte. »Du musst gar nichts sagen. Was du fühlst, braucht keine weitere Erklärung.«
Denn ich hatte gewonnen. Nicht nur ein Spiel. Sondern auch in der Liebe.
. In den letzten Monaten hatte sich herauskristallisiert, dass Heidi cozy Games liebte. Alles, was entschleunigt war. Am liebsten mochte sie es, wenn sie in aller Ruhe ihr eigenes kleines Zuhause gestalten konnte, Zimmer für Zimmer, mit viel Liebe zum Detail. Dabei erstellte sie Charaktere, die ihr selbst zum Verwechseln ähnlich sahen – oder, was mich jedes Mal heimlich rührte, welche, die wie ich aussahen.
same
»Und Charlotte hat sich irgendwie einen Harem aus den angreifenden Monstern erschaffen.« »Das nennt man Skill oder etwa nicht?«, raunte Charlotte.